Klinik Wersbach - Klinik für Psychosomatik, Psychiatrie und Psychotherapie mit Fachabteilungen für Psychosomatische Dermatologie, Allergologie und Traditionelle Chinesische Medizin
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Soziale Phobie

Was ist eine Soziale Phobie?

Soziale PhobieSozialphobiker haben Angst, sich in irgendeiner Weise zu blamieren, wenn sie mit Unbekannten sprechen oder im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen. Das betrifft zum einen Situationen, in denen auch Menschen ohne soziale Phobie manchmal nervös werden: Gespräche mit Autoritätspersonen, mit einer Person des anderen Geschlechts, ein Vortrag oder eine Prüfung. Andere Situationen erscheinen Gesunden dagegen harmlos: zum Beispiel einen Raum betreten, eine private Feier oder eine Tagung besuchen, in Anwesenheit anderer Menschen essen, trinken oder schreiben.

Sozialphobiker wissen, dass ihre Angst irrational oder zumindest übertrieben ist. In der Regel vermeiden sie die betreffende Situation. Wenn sie das nicht können, stehen sie sie unter größten Qualen durch und verhalten sich dabei oft infolge der Angst dabei oft tatsächlich unsicher, ungeschickt oder distanziert. Manche erstarren buchstäblich, andere stottern, erröten, zittern oder schwitzen, bekommen Herzrasen oder gar Panikattacken. Sie befürchten, dass jeder ihnen ihre Angst ansehen wird, dass sie versagen oder etwas Peinliches tun und letztlich von anderen Menschen deswegen abgelehnt werden.

Manche Sozialphobiker fürchten nur eine bestimmte Situation, andere mehrere. Wenn die Angst in nahezu allen zwischenmenschlichen Bereichen auftritt, kann zusätzlich eine selbstunsichere Persönlichkeitsstörung vorliegen. Selbstunsichere Menschen sind sozial gehemmt, fühlen sich minderwertig und reagieren überempfindlich auf Kritik, Missbilligung und Zurückweisung.

Agoraphobiker fürchten unter Umständen die gleichen Situationen wie Sozialphobiker; ihre Angst bezieht sich aber darauf, in Panik zu geraten und dabei z.B. zu kollabieren oder einen Herzinfarkt zu bekommen. Meist meiden sie deswegen enge Räume oder große Plätze, Menschenmengen und Bus- oder Bahnfahrten und verlassen ungern allein das Haus.

Die Behandlung der sozialen Phobie erfolgt mit einem individuell zusammengestellten Plan aus Psychotherapie, Komplementärtherapie und medizinischer Therapie.

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